Ausgabe

Flucht aus Polen – Überleben in Tirol

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Inhalt

Leokadia Justman: Brechen wir aus! Als polnische Jüdin auf der Flucht in Tirol. 

Eine autobiografische Überlebensgeschichte.

Übersetzt von Birgit Salzmann und Susanne Costa. 

Innsbruck-Wien: Tyrolia, 3. Auflage 2026 

Hardcover, 432 Seiten; 112 farb- und 9 s/w Abb., 4 Übersichtskarten 

Preis: 33,00 Euro, e-Book 24,99 Euro

ISBN 978-3-7022-4275-6

 

Die polnische Jüdin Leokadia („Lorraine“) Justman (1922–2002) überlebte in jungen Jahren die grausame Verfolgung durch das von den Nationalsozialisten besetzte Polen. Die Stationen ihres Martyriums waren Łódź, Piątek, Łowicz, das Warschauer Ghetto, Gorzkowice und Piotrków, danach Seefeld und schliesslich Innsbruck. Nach der Flucht aus dem Warschauer Ghetto nahm ihre Mutter die Deportation nach Treblinka auf sich, um das Leben der Tochter zu retten. Mit ihrem Vater gelang die Flucht nach Tirol. Dort lebten beide unter falscher Identität – bis sie an die Gestapo verraten wurden. Nach der Ermordung ihres Vaters im Lager Reichenau entkam Leokadia mit einer Freundin aus der Haft und versteckte sich in Innsbruck. Unterstützt durch mutige Menschen, überlebte sie die letzten Kriegsmonate in der Region von Lofer im Salzburger Land. 

 

Nach Kriegsende kehrte Leokadia nach Innsbruck zurück, engagierte sich im jüdischen Komitee der Stadt und heiratete dort 1946 den polnischen jüdischen Flüchtling Józef Wiśnicki (1916–2026). Gleichzeitig begann sie ihre Erinnerungen zu schreiben. Die gesamte Überlebensgeschichte entstand bereits in den ersten Nachkriegsjahren. Die Aufzeichnungen sind eine aussergewöhnliche historische Quelle, weil sie unmittelbar nach den Ereignissen verfasst wurden und zahlreiche Details enthalten. Dieser erstmals ins Deutsche übersetzte autobiografische Bericht gibt seltene, authentische Einblicke in das Leben und Überleben einer Jüdin in Tirol während der NS-Zeit. Die 1922 in Piątek/Polen geborene Leokadia Justman emigrierte 1950 in die U.S.A. und verstarb 2002 in Aventura/Florida.

 

Über die Autobiografin und ihr Buch ist in der Jubiläumsausgabe unserer Zeitschrift ein ausführlicher und reich bebilderter Artikel erschienen. 1 Auch ihren Ehemann hatte sie dazu animiert seine Memoiren zu verfassen. 2

 

Christoph Tepperberg

 

Anmerkungen

1 DAVID, Heft 150 – 09/2026, S. 64-66.

2 Joseph Wisnicki: Mich kriegt ihr nicht! Als polnischer Jude auf der Flucht in Vorarlberg. 

Innsbruck-Wien: Tyrolia Verlag 2026.