Nach den Präsentationen grosser Privat- respektive Unternehmenssammlungen wie jene der Sammlung Beyeler, der Sammlung Würth oder der Vienna Insurance Group zeigt das Leopold Museum nun noch bis zum 11. Oktober 2026 die etwas über 2000 Werke umfassende Kunstsammlung der Oesterreichischen Nationalbank
Man findet hier keine "Spitzenwerke" à la Gustav Klimt oder Egon Schiele, die Sammlung setzt mit dem Jahre 1918 an und hat mitunter den Charakter einer ambitionierten Kollektion eines privaten Kunstliebhabers, dem an einem Überblick der verschiedensten Tendenzen nicht gelegen war. So wird man etwa die Gruppe der Phantastischen Realisten ebensowenig finden wie einen Alfred Kubin oder Friedensreich Hundertwasser.
Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet die Neue Sachlichkeit mit Werken von Rudolf Wacker, Franz Sedlacek und der in Vergessenheit geratenen, nach Paris emigrierten Greta Feist. Der Rolle als Mäzen von Gegenwartskunst versucht man nachzukommen, gezeigt werden Werke von Hubert Scheibl, Herbert Brandl, Svenja Deininger oder Ernst Caramelle, aber auch Klassiker wie Max Weiler und Maria Lassnig. Über das jährliche Ankaufsbudget hüllt sich die Bank in Schweigen.

Max Oppenheimer, Operation, 1951. Oesterreichische Nationalbank, Kunstsammlung. Foto: OeNB/Graphisches Atelier Neumann. Leopold Museum, mit freundlicher Genehmigung.
Premiere!
Die Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank
Leopold Museum
24.04.2026–11.10.2026
Nachlese
PREMIERE!
SAMMLUNG OESTERREICHISCHE NATIONALBANK
Herausgeber*innen: Chiara Galbusera, Hans-Peter Wipplinger
Autor*innen: Chiara Galbusera, Martin Kocher, Rainer Metzger,
Hans-Peter Wipplinger, Arnold Witte
Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln
208 Seiten, 138 Abbildungen, Euro 24,90.-
