Am 8. Mai besuchte der Verein der Freunde des Jüdischen Museums Wien unter der Leitung von Christopher Mai das Museum für Alltagsgeschichte in Neupölla
Museumsleiter Friedrich Polleroß führte durch das Haus und erläuterte vor allem einen Schwerpunkt des Museums, nämlich die Herkunft der jüdischen Greisslerfamilie Biegler 1860 aus Böhmen beziehungsweise Mähren, aber auch den ebenso alten Antisemitismus der Region, der 1938 zur Vertreibung der Familie und der Ermordung zahlreicher Mitglieder führte. Anschliessend an die Führung wurden die fast dreissig Gäste mit Kaffee und Kuchen für die Weiterreise nach Budweis gestärkt.
Als darauffolgende Veranstaltung des Museums fand am 15. Mai 2026 um 19 Uhr eine Filmvorführung mit anschliessender Diskussion zum Thema „Dorferneuerung zwischen Regionalpolitik und Globalisierung“ statt. Als Diskussionsanstoss wurde der Film „Rettet das Dorf“ von Teresa Distelberger aus dem Jahr 2020 gezeigt. Anschliessend diskutierten mit der Regisseurin sowie mit der Obfrau der Dorf- und Stadterneuerung Niederösterreich ÖkR Maria Forstner der Regionalberater Josef Wallenberger und Altbürgermeister Ing. Johann Müllner. Die Diskussionsrunde wurde von Thomas Arthaber (Waldviertelakademie) moderiert.

Die Museumsbesucher vor dem Gruppenporträt der Familie Biegler von 1917

Filmplakat mit Teresa Distelberger
Alle Abbildungen: Mit freundlicher Genehmigung F. Polleroß.
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