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Buchrezensionen:

Ausgabe 111

Simon Wiesenthal Gasse 5

Evelyn Adunka


Traude Litzka: Lebensgeschichten aus

dem neuen Maimonides-Zentrum.

Wien: Verlagshaus Hernals

2016, 197 Seiten 

Euro 23.90

ISBN 978-3- 902975-35-5

Die Lebens- und Sozialberaterin Traude Litzka, die bis zu ihrem Tod im Sommer 2016 mit ihrer Familie in Perchtoldsdorf lebte, hat Belletristik wie „Mendels Wünsche", ein Buch über Altersdemenz und eines über kirchliche Hilfe für verfolgte Juden und Jüdinnen im nationalsozialistischen Wien publiziert.

2006 veröffentlichte sie ein Buch mit zehn Lebensgeschichten aus dem Maimonides-Zentrum, das sich damals noch in der Bauernfeldgasse befand.

Nun legte sie 12 neue Geschichten aus dem Elternheim im neuen Campus der IKG in der Simon Wiesenthal Gasse am Stadtrand vor.

Die BewohnerInnen, die ihre Geschichten erzählen, lebten und überlebten in Budapest, Riga, Ferramonti di Tarsia und Shanghai. Edith Landesmann aus Brünn überlebte mit ihrer Familie in Palästina; in Wien wurde sie Präsidentin der WIZO. Käthe Sinai war Zwangsarbeiterin in Wien; nach 1945 engagierte sie sich in der Hakoah und heiratete ihren späteren Präsidenten.

Im Maimonides-Zentrum ist heute die Hälfte der 205  BewohnerInnen nichtjüdisch. Als Vertreterin dieser Gruppe hat die Autorin Ruperta Adelsburg-Ratzer aufgenommen, die als Roma die Lager Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt hat.

Es ist gut, dass diese Geschichten aufgezeichnet und für kommende Generationen zugänglich wurden. Einfühlsam und gut erzählt machen sie Leid und Verfolgung lebendig und begreifbar.